Ein paar Zeilen über mich...

Ja, ich weiß, das sieht so gar nicht nach Schiff aus, ich sitze da gerade in einem Flugzeug....

Also gut, Jahrgang 1959, Volksschule, AHS mit Matura, 8 Monate Bundesheer...blablabla....
....heute Rechnungswesen/Controlling (nannte man das früher Buchhaltung?) in einem Transport-
und Logistikunternehmen. Durch meine Technik-Begeisterung (Schiffe, Flugzeuge, Autos) ergab
es sich, daß ich seit 1988 im Besitz eines Privatpilotenscheines und Segelfliegerscheines bin...
(aber das ist eine andere Geschichte und steht daher auch auf einer anderen Homepage...)

Cessna 182 des USFC Krems Robin DR-400 des USFC Krems Socata TB-9

Trotzdem, mein erstes ferngesteuertes Modell war ein Schiffsmodell, die "Cytra Ambassador" von Schuco.
Es war im Jahr 1972, als ich aufgrund besonders guter Schulerfolge meine Eltern dazu überreden konnte,
mir diesen Wunsch zu erfüllen. Es handelte sich um ein Fertigmodell, heute würde man wohl "ARF" dazu sagen,
das nach Einsetzen der Batterien (je 1 9-Volt Block für Sender und Empfänger und 4 Monozellen für die beiden
Motoren) sofort betriebsbereit war. Ich fuhr das Boot fast täglich auf dem örtlichen Feuerlöschteich
und hatte einen enormen Verbrauch an Batterien. Am Sender befanden sich 4 Tasten, mit denen man jeden
Motor vorwärts oder rückwärts laufen lassen konnte. Das hört sich einfach an, war es aber nicht, da
die Motoren nicht genau die gleiche Drehzahl erreichten, wodurch das Modell immer auf eine Seite zog.
Manchmal mußten die Sendertasten mit aller Kraft gedrückt werden, um die Motoren überhaupt in Bewegung
zu setzen, ein anderes Mal blieben sie wieder hängen und das Boot ließ sich nicht mehr stoppen.

Bald ließ die Begeisterung nach und das Boot wurde zur Seite gestellt. Ein neues Fernlenksystem mußte her,
mit Stellservos und proportionaler Anlenkung. Es kam tatsächlich - nochmals Dank an die "Sponsoren" - in
Form einer Graupner Varioprop 8S, dazu auch gleich ein Baukasten für ein Segelflugmodell. Da ich zu dieser
Zeit auch schon 3 "Kleine Uhu"s verbraucht hatte, baute ich mir ein einfaches Holzboot mit Außenbordmotor,
um mit der Bedienung der Knüppelfernsteuerung bis zum Erstflug des Seglers auch wirklich gut vertraut zu sein.

Meine "Strategie" ging auf, mit dieser tollen Anlage klappte das Steuern hervoragend, bald schon folgten
weitere Modelle. Flugmodelle entstanden aus Bausätzen, Schiffsmodelle wurden aus Kostengründen einfach
nach Fotos aus Prospekten und Katalogen nachgebaut. Natürlich wurde die Empfangsanlage von Modell zu Modell
umgebaut, für die Schiffsmodelle montierte ich alles auf eine Sperrholzgrundplatte, die mit 2 Schrauben im
jeweiligen Modell befestigt wurde. Einige Jahre später gab es einen "Bootsunfall", bei dem die komplette
Empfangsanlage im Wasser landete und auch nach dem Trocknen ihre Funktion verweigerte. Das ganze System
wurde zum Graupner Reparatur-Service geschickt, wo man mir anbot, die Anlage ohne Aufpreis auf 35 MHZ
(das neue Frequenzband, speziell für Flugmodelle) umzurüsten, was ich natürlich gerne in Anspruch nahm.

Ab 1980 - als ich endlich über ein eigenes Einkommen verfügte - war es dann auch möglich, den einen oder
anderen Bausatz, von dem ich schon als Jugendlicher beim Durchblättern der Kataloge geträumt hatte, zu erstehen.

Oranje (Eigenbau nach Schaffer-Prospekt) Lakemaster (Pilot) Portofino (Graupner) U-1
Oranje (Eigenbau) Lakemaster (Pilot) Portofino (Graupner) Hydroplane U-1 (Eigenbau)

Es wurden in den nachfolgenden Jahren über 100 Fernlenkmodelle (Boote, Flugzeuge, Autos) gebaut,
38 davon sind Schiffsmodelle, von denen 25 heute noch vorhanden (davon 18 einsatzbereit) sind.
 

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